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Chronik

Zur Gewährleistung des Feuerschutzes wurde der Gemeinde Neuwerk Anfang 1907 durch den Oberpräsidenten der Rheinprovinz nahe gelegt, entweder eine Freiwillige- oder eine Pflichtfeuerwehr zu gründen.

Am 3.5.1907 versammelte deshalb der damalige Bürgermeister von Groote im alten Rathaus in der Dammer Str. 40 geeignete junge Männer um sich, um über die notwendigen Maßnahmen zu beraten.
Es wurde beschlossen, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen unter der Führung von Herrn August Drosselmeier und dem stellvertretenden Brandmeister Andreas Kronen.
Am 28. August konnten die ersten Uniformen ausgegeben werden. Die Geräte und Ausrüstungen bestanden aus:

1 Leiterwagen (für Steiger)
5 Dachleitern
1 Schlauchhaspel
75 m Schläuchen
3 Wasserkufen
1 Krankentrage

Einige Monate später kam eine kleine Handdruckspritze hinzu und im September 1907 übergab die Gemeindeverwaltung Neuwerk der Freiwilligen Feuerwehr ein an der Dammer Schule angebrachtes Steigergerüst zu Übungszwecken.

Die Alarmierung erfolgte durch Brandhörner und Hupen von Feuermeldestellen, die über den ganzen Ausrückebereich verteilt waren.
Als Spritzenhaus diente zunächst ein altes Fachwerkgebäude an der Neersbroicher Straße (früher Kuhweg).
Wegen des schlechten Zustandes, der zu geringen Größe dieses Hauses und der bei Regen unwegsamen Anfahrt wurde die Gemeindeverwaltung gebeten, ein neues Gerätehaus zu bauen.

Diesem Wunsch ist Anfang 1909 durch die Übergabe eines neuen Gerätehauses auf dem Schulhof an der Nespelerstraße Rechnung getragen worden. Die Wehr kam in den folgenden Jahren bei zahlreichen Groß-, Mittel- und Kleinbränden wirksam zum Einsatz.

Im Jahre 1912 gelang es auch schon, die Veranstaltung des Kreisfeuerwehrtages in Neuwerk durchzuführen.
Ende 1912 traf die offizielle Anerkennung der Wehr und Bestätigung der Brandmeister-Dienstgrade durch den Regierungspräsidenten ein.
An den Provinzial-Feuerwehrtagungen und Kreisverbandsfesten nahm die Wehr durch Entsendung von Abordnungen regen Anteil.
Die kleine Handdruckspritze konnte im Jahre 1920 durch eine moderne “Doppelwirkende Handdruckspritze“ ersetzt werden, die zunächst für den Mannschaftszug, dann für die Pferdebespannung vorgesehen war.
Nach der Eingemeindung von Neuwerk am 1. August 1921 wurde die Freiwillige Feuerwehr Neuwerk dem Leiter der Berufswehr, wie noch heute, unterstellt. Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der Wehr fand 1927 die Enthüllung einer
GEDENKTAFEL FÜR DIE GEFALLENEN
FEUERWEHRKAMERADEN

Peter Veyes, Peter Greis, Conrad Loers,
Johann Bockers, Matthias. Bockers und Carl Brachten,

statt.

Hierauf wurden später die Namen der Gefallenen des
2. Weltkrieges nachgetragen:
Jakob Brockers, Peter Bernhardy,
Joseph Leuchtenberg und Johannes Nöhles


Um den mühsamen und zeitraubenden Einsatz der Mannschaften und Geräte zu erleichtern, übereignete die Firma Goertz und Clay der Wehr 1932 einen ausrangierten Personenkraftwagen, den die Gladbacher Berufswehr als Feuerwehrfahrzeug umbaute. Bald nach der Indienststellung erwies sich dieses Fahrzeug zur Aufnahme der schweren Handdruckspritze und Mannschaften als zu schwach, so dass die Branddirektion im Einvernehmen mit der Neuwerker Wehr ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung stellte. Einen Höhepunkt in der Geschichte der Wehr bildete das 25. Stiftungsfest. In Anwesenheit zahlreicher Gäste und unter Mitwirkung örtlicher Vereine wie Quartettverein, Sängerbund, Turnverein und R-V. Schnecke fand am 23. und 24. Juli 1932 im Lokal des Kameraden Ohlenforst die Ausrichtung der Jubiläumsfeier der Wehr statt. Auch der Kreisfeuerwehrtag wurde aus diesem Anlass wieder in Neuwerk abgehalten.

Im Jahre 1933 erhielt die Wehr zu Ausbildungszwecken einen 3-stöckigen Steigerturm aus Holz auf dem Schulhof neben dem Gerätehaus Nespelerstraße.
Nach dem Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 15. Dezember 1933 fand eine einheitliche Organisation der Feuerlöschkräfte statt.
Die Freiwilligen Feuerwehren waren in der bisherigen Form aufzulösen und nach den neuen Richtlinien neu aufzustellen.
Die Bezeichnung der Wehr war nunmehr:

FREIWILLIGE FEUERWEHR M.GLADBACH
LÖSCHZUG VI.

Wegen Erreichung der Altersgrenze legte Oberbrandmeister Drosselmeier im Januar 1935 sein Amt nieder und übergab dieses seinem Stellvertreter Conrad Bockers, der zum Oberbrandmeister befördert wurde.
Stellvertreter wurde Jakob Brockers.

Im Jahre 1936 trat Oberbrandmeister Bockers in die Altersabteilung über, sein Nachfolger wurde Lambert Ohlenforst unter Ernennung zum Oberbrandmeister.
Kurz nach Ausbruch des 2. Weltkrieges erhielt der Löschzug ein typisiertes, voll ausgerüstetes Löschgruppenfahrzeug (LF 8) mit Tragkraftspritzen-Anhänger.

Die fast restlos zur Luftschutzpolizei einberufene Mannschaft gehörte als Löschgruppe zu einem Sicherheitshilfsdienst (SHD), die auf dem Gelände Ohlenforst und später in der Schule Engelbleck stationiert war.
Bei den zahlreichen Fliegerangriffen auf M.Gladbach kam diese Gruppe häufig zum Einsatz.

1945 musste nach einer Anordnung der Militärregierung wiederum eine Neuformierung der Wehr vorgenommen werden.
Auf Vorschlag des Leiters der Bezirksstelle Neuwerk, Bezirksamtmann Hüttemann, fiel dem Brandmeister Konrad Schmitz diese Aufgabe zu.
Nach Rückkehr früherer Wehrmitglieder aus der Gefangenschaft trat der hochbetagte Brandmeister Konrad Schmitz die Führung der Wehr an den Brandmeister Engelbert Müllers ab, Stellvertretender Brandmeister wurde Johann Weuthen.

Für 40-jährige treue Dienste wurden ausgezeichnet:
1. August Drosselmeier
2. Conrad Bockers
3. Johann Walbergs
4. Peter Vander
5. Josef Leuchtenberg
6. Johann Lüpertz
7. Matthias Geratz
8. Karl Weuthen

Für 25-jährige Zugehörigkeit zur Wehr:

Johann Bockers

Den Jubilaren mit 40-jähriger Dienstzeit überreichte
Beigeordneter Strahl die Ehrennadel der Stadt.
Ab 1954 lag die Führung der Wehr in den Händen von Brandmeister Johann Weuthen, Stellvertreter war Peter Schmitz.
In Anerkennung 40-jähriger treuer Pflichterfüllung im Dienste der Feuerwehr hat der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen 1955 das Feuerwehrehrenzeichen in Gold an den seit über 30 Jahren als Schriftführer der Wehr tätigen

Unterbrandmeister Karl Weuthen

und für 25-jährige treue Dienste das Feuerwehrehrenzeichen in Silber an:

Brandmeister Johann Weuthen,
Oberfeuerwehrmann Heinrich Oelen und
Oberfeuerwehrmann Johann Bockers
verliehen.

1957 feierte die Wehr ihr 50-jähriges Bestehen mit großen Schauübungen und reger Beteiligung der Neuwerker Vereine.

Am 1.4.1964 erhielt die Freiwillige Feuerwehr ein ihren mannigfaltigen Aufgaben entsprechendes Löschfahrzeug LF 8.

Zum „60-jährigen“ demonstrierte die Wehr unter der Leitung von Peter Schmitz auf dem Kirmesplatz an der Mehrzweckhalle ihre Einsatzfähigkeit an einem brennenden Gebäude.

Sie konnte dann 1968 aus dem Gerätehaus an der Engelblecker Schule in ihr neues Domizil an der Neersbroicher Straße umziehen.

1969 trat Peter Schmitz aus gesundheitlichen Gründen zurück und Peter Weuthen übernahm bis 1971 kommissarisch die Leitung der Wehr.

Im Jahre 1970 wurde die Sterbekasse für die Hinterbliebenen der verstorbenen Kameraden eingerichtet.

1972 übernahm der Hauptbrandmeister Josef Schauten die Leitung der Wehr. Zum Vertreter wurde Franz-Josef Robling ernannt.

1980 wurde nach der feierlichen Segnung durch Pastor Wilhelm Gillessen ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF 16) in Betrieb genommen.
Somit stehen der Wehr zwei Tanklöschfahrzeuge (TLF 16) mit Allradantrieb und einem Tankvolumen von je 2400 Litern zur Verfügung, bedingt durch den großen Ausrückebereich, mit Flughafen und Donk.

Am 22. März 1982 wurde in Neuwerk eine Jugendfeuerwehr gegründet.

Im Jahre 1982 konnte die Freiwillige Feuerwehr Neuwerk als eine häufig eingesetzte und gut ausgebildete Einheit mit 24 Aktiven am 8. und 9. Mai ihr 75-jähriges Bestehen feiern.

Als im Jahre 1985 der Ortsteil Neuwerk seinen 850. Geburtstag feierte, zog die Freiwillige Feuerwehr Neuwerk bei der Parade auf einem pferdebezogenen Löschwagen aus der „Pickelhauben Ära“ auf. Rund 8000 Neuwerker sahen, wie sich die Feuerwehr in historischen Uniformen präsentierte. Ein gelungener Auftritt, der viel Anklang fand.

Das 80-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Neuwerk wurde 1987 gefeiert. Höhepunkt des Jubiläums war eine Sternfahrt des Stadtfeuerwehrverbandes Mönchengladbach zum Pfarrheim Liebfrauenstraße. Hier konnte sich die Bevölkerung vom Ausrüstungsstand der Feuerwehr überzeugen.
Auftakt zum Jubiläum war die Eucharistiefeier für die Lebenden und Verstorbenen Kameraden. Der anschließende Festabend fand im Haus Ohlenforst statt. Bezirksvorsteher Norbert Post stellte den vorbildlichen Einsatz der Einheit Neuwerk in den acht Jahrzehnten dar. Gerade in diesem Sommer mussten durch die Einheit Neuwerk nach heftigen Regenfällen viele Keller leer gepumpt werden.
Branddirektor Alfred Schmölders verlieh Oberbrandmeister Josef Robling die Ehrennadel des Stadtfeuerwehrverbandes.

Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber wurde 1988 an den Hauptbrandmeister Peter-Josef Brüggen verliehen.

Durch die Anhörung am 14.11.1989 wurde Hauptbrandmeister Peter-Josef Brüggen zum neuen Einheitsführer bestimmt. Seine Vertreter wurden Willi Ehret und Franz-Josef Robling. Brüggen führte die Einheit bis zum 03.03.1990 als Kommissarischer Leiter. Ab dem 03.03.1990, dem Tag der Generalversammlung, wurde er offiziell zum Leiter der Einheit Neuwerk ernannt.
Der Kamerad Josef Schauten, der im Dezember 1989 seinen 60. Geburtstag hatte, mußte aus dem Feuerwehrdienst ausscheiden und ging in die Alters- und Ehrenabteilung der Einheit. Schauten hatte 30 Jahre lang im Dienst der Feuerwehr gestanden. In seiner Amtszeit als Einheitsführer wurden unter anderem die Jugendfeuerwehr Neuwerk gegründet und der Ausbau des 1967 bezogenen Gerätehauses vollzogen. Durch seine Art und sein Wissen prägte Schauten die Einheit und verhalf ihr nicht nur bei den Neuwerker Bürgern, sondern im gesamten Stadtgebiet Mönchengladbach zu einem guten Namen. Ihm hat die Freiwillige Feuerwehr Neuwerk viel zu verdanken.

Seit 1990 wird die Floriansmesse durchgeführt. Die Anregung zu dieser Messfeier, die zu Ehren des Heiligen Florians, dem Schutzpatron der Feuerwehren, gefeiert wird, stammte von Hauptbrandmeister Peter-Josef Brüggen. Die Messe wird seitdem einmal im Jahr, abwechselnd jeweils in einer der Neuwerker Gemeinden an einem Samstag oder Sonntag nach oder während des 4. Mai, dem Namenstag des Schutzpatrons, gehalten. Im Anschluss an diese Messe, an der auch offizielle Amtsträger aus Politik und Verwaltung teilnehmen, findet man sich zu einem gemütlichen Beisammensein im jeweiligen Pfarrheim ein. Ein Höhepunkt an diesen Tagen sind immer die offiziellen Beförderungen der Kameraden, die sich durch Teilnahme an Lehrgängen und Dienstzugehörigkeit in der Einheit verdient gemacht haben.

Am 28.04.1992 wurden Ralf Hofmeister und Ralf Zohren zu Stellvertretenden Einheitsführern gewählt.

Durch die Anhörung am 03.11.1995 wurde Peter-Josef Brüggen zum Einheitsführer, Ralf Hofmeister und Ralf Zohren zu Stellvertretenden Einheitsführern bestätigt.

Im April 1996 bekam die Einheit ein neues Löschfahrzeug. Das LF 16/12 bietet Platz für 9 Feuerwehrleute, hat 1600 Liter Löschwasser an Bord und ist mit allen nötigen technischen Ausrüstungen versehen. Das 220 PS starke und 12 Tonnen schwere Fahrzeug ersetzte das 20 Jahre alte Tanklöschfahrzeug TLF 16/25. Das Fahrzeug wurde im Rahmen einer Floriansmesse auf dem Kirchenvorplatz in Neuwerk durch Pfarrer Wolfgang Bußler gesegnet.
Der Stadtfeuerwehrverband Mönchengladbach verlieh im gleichen Jahr seine Verdienstmedaille an den Hauptbrandmeister Peter-Josef Brüggen.

Das 90-jährige Jubiläum der Einheit wurde im Mai 1997 nach der Floriansmesse in der Aula des Schulzentrums Neuwerk gefeiert. Zusammen mit den Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung, Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie Freunden feierte man bis in die frühen Morgenstunden.

Am 20.06.1998 fand zum ersten Mal der Feuerwehr-Leistungsnachweis des Stadtfeuerwehrverbandes Mönchengladbach in Neuwerk statt. In vier verschiedenen Disziplinen wird das Wissen und Können der Feuerwehrleute getestet. In der Löschübung haben der Gruppenführer sowie neun Kameraden die Aufgabe, einen kompletten Löschangriff vorzunehmen und mit dem Wasserstrahl drei Zielklappen innerhalb von fünf Minuten umzuklappen. Das Anlegen des Rettungsknotens sowie einige Knoten und Stiche werden ebenfalls abverlangt.
Die beiden letzten Disziplinen sind der Staffellauf und eine theoretische Übung, in der allgemeine Rechtsgrundlagen abgefragt werden. Alle Disziplinen müssen in einer vorgeschriebenen Zeit absolviert und von einem Schiedsgericht bewertet und abgenommen werden. Bei erfolgreichem Abschluss der Übungen erhält der Teilnehmer das Feuerwehrleistungsabzeichen. Das Leistungsabzeichen gibt es in mehreren Stufen und wird nach Anzahl der Teilnahmen ausgehändigt.

Der Minister für Inneres und Justiz des Landes Nordrhein Westfalen verlieh 1998 das Feuerwehrehrenzeichen in Gold an Brandinspektor Peter-Josef Brüggen für 35 Jahre treue Diensterfüllung und 1999 in Silber an Unterbrandmeister Erich Gerardts für 25 Jahre treue Diensterfüllung.

Im August 2000 wurde Peter-Josef Brüggen von der Oberbürgermeisterin der Stadt Mönchengladbach mit der Ehrennadel der Stadt ausgezeichnet.

Durch die Anhörung im Herbst 2001 wurde Peter-Josef Brüggen erneut zum Einheitsführer der Wehr bestimmt. Seine Vertreter wurden Guido Mutter und Georg Brüggen.

Der „Förderverein Freiwillige Feuerwehr Neuwerk e.V.“ wurde 2004 gegründet. Zweck dieses Vereins ist die Verwirklichung der Interessen der Freiwilligen Feuerwehr Neuwerk. Dies sind insbesondere die Förderung der Brandschutzerziehung, die Unterstützung der Jugendarbeit im Schulungs- und Ausbildungsbereich und die Förderung der Ehrenabteilung.

2004 erhielt Hauptbrandmeister Wilfried Rippegarten für seine 25-jährige treue Diensterfüllung das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Brandinspektor Ralf Hofmeister wurde die Ehrennadel des Stadtfeuerwehrverbandes Mönchengladbach verliehen.

Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre treue Pflichterfüllung wurde 2007 an den Unterbrandmeister Norbert Falkowski verliehen.

Zwei feste und immer wiederkehrende Veranstaltungen der Einheit Neuwerk sind das „Sommernachtsfest“ und der „Tag der offenen Tür“.
Der „Tag der offenen Tür“ im Gerätehaus findet alle zwei Jahre über Pfingsten statt. Hier können interessierte Bürger das Gerätehaus besichtigen, Feuerwehrfahrzeuge einmal aus der Nähe bestaunen und bei Übungen der Einheit zuschauen. Für die Kleinen gibt es Kinderbelustigung. Ein Schwenkgrill sorgt für das leibliche Wohl. Ein weiterer Höhepunkt ist die Tombola, bei der wertvolle Sachpreise verlost werden.
Zum „Sommernachtsfest“, auch „Feuerwehrfest“ genannt, wird jedes Jahr am ersten Samstag im September eingeladen. Von Jahr zu Jahr gesellen sich mehr und mehr Leute zu diesem Fest. Der Eintritt ist frei, Speisen und Getränke werden, wie sollte es anders sein, zum günstigen Preis angeboten. Gefeiert wird bis in die frühen Morgenstunden. Ein Spezialtrunk, der „Neuwerker Coconut Dream“ wird in einer Kokosnuss serviert. Dieses Getränk wurde auf dem Ausflug zum 85-jährigen Jubiläum auf Mallorca entdeckt. Beim Abflug von der Insel hatte der Flieger 10 Stunden Verspätung und die Wartezeit wurde verkürzt, indem man in die „Coconut Bar“ einkehrte. Hier wurde dieses Getränk verköstigt. Wieder in Neuwerk angekommen, hatten einige der Kameraden versucht, die Mischung des Getränks herauszufinden. Dies gelang und seitdem ist es auf dem Fest sehr beliebt.

Außerhalb des Brandschutzes hilft die Einheit im Ausrückegebiet Neuwerker Vereinen und Institutionen. Beispiele sind die Begleitung der jährlichen Martinszüge der Schulen und Kindergärten und bei Veranstaltungen wie dem Rosenmontagszug und Bürgerfesten in Neuwerk.
So wird auch der „Jakobsbrunnen“ auf dem Neuwerker Marktplatz, den man dem langjährigen Verwaltungsleiter von Neuwerk Jakob Bonus widmete, von der Freiwilligen Feuerwehr vor dem jährlichen Brunnenfest im Juli gereinigt und instandgesetzt. Für das Fest wird die Wasserversorgung der Theken und sanitären Einrichtungen auf- und abgebaut.

Als 1992 der Zirkus „Don Carlos“ in Mönchengladbach gastierte und das Zelt aus rechtlichen Gründen von einem Grundstück am Bökelberg-Stadion zum Kirmesplatz Gatherskamp in Neuwerk verlagert worden musste, halfen die Kameraden der Einheit Neuwerk und das Technische Hilfswerk, das Zelt in Neuwerk aufzubauen. Die Abendvorstellung war damit gerettet. Der Zirkus dankte der Einheit für die Unterstützung und Hilfe. An dieser Aktion wird jedem klar, dass sich der Feuerwehrdienst nicht nur auf „Löschen, Retten, Bergen und Schützen“ beschränkt.
So hat die Neuwerker Feuerwehr an der Niers im Sommer 1994 durch Pumpen Wasser umgewälzt, damit sich der Sauerstoffgehalt im Fluß der Stadt erhöht. Dies war eine vorbeugende Maßnahme für die in der Niers lebenden Fische.

In regelmäßigen Abständen veranstaltet die Einheit das traditionelle „Schlachtfest“. Die Schweine wurden früher von Annchen Brüggen gemästet. Die Verpflegung der Schweine wird von den Kameraden der Einheit „ausgetuppt“. Der Metzgermeister Josef Herrmanns übernimmt dann das Schlachten.
Mit diesem Fest dankt man den Freunden und Förderern der Einheit sowie den Ehefrauen und Freundinnen der Kameraden für das Verständnis, welches sie für den Feuerwehrdienst der Partner aufbringen.

Viele Kameraden der Einheit sind nicht nur im Feuerwehrdienst aktiv tätig, sondern zugleich auch in einer der vier Neuwerker Bruderschaften. Schon oft bestand der Kirmesvorstand einer der Bruderschaften fast ausschließlich aus Neuwerker Feuerwehrleuten.

Die Freiwillige Feuerwehr Neuwerk hat zum „100-jährigen Jubiläum“ 34 aktive Mitglieder, 9 Mitglieder in der Ehrenabteilung und 13 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. Die Kameradschaft untereinander wird durch einen jährlich organisierten Wochenendausflug und diversen anderen Veranstaltungen wie zum Beispiel der Jahreshauptversammlung und der Weihnachtsfeier gefördert und gestärkt.

Mit dem altersbedingten Ausscheiden des Kamerades Peter-Josef Brüggen aus dem aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr und seiner Überstellung in die Alters- und Ehrenabteilung endete auch seine 17-jährige Ära als Einheitsführer der Freiwilligen Feuerwehr Neuwerk. In dieser Zeit festigte Peter-Josef Brüggen durch seine engagierte Arbeit die Wurzeln der Einheit Neuwerk im Ortsteil Neuwerk sowie im gesamten Stadtgebiet. In seine Amtszeit fallen u.a. die In-Dienst-Stellung des LF 16/12 im Jahre 1996 sowie die Gründung eines „Brandschutzerziehungsteams“, welches in Kindergärten und Schulen den Kindern das richtige Verhalten im Notfall näher bringt. Die Freiwillige Feuerwehr Neuwerk ist Peter-Josef Brüggen zu großem Dank verpflichtet.
Zu seinem Nachfolger wurde 2007 von der Einheit Markus Maaßen gewählt.

In dessen bisherigen Amtszeit fällt u.a. die erstmalige Veranstaltung eines sog. „Berufsfeuerwehrtages“ für die Jugendfeuerwehr. Die Jugendlichen verbringen realitätsgetreu eine 24-Stunden-Schicht im Gerätehaus und werden zu „echten“ Einsätzen alarmiert, welche vorab von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr präpariert wurden. Diese Veranstaltung fand bei den Jugendlichen großen Anklang und wurde auch von der örtlichen Presse begleitet und als großer Erfolg aufgenommen.
Auch die aktive Einheit wurde seit 2007 zu zahlreichen Einsätzen alarmiert; in Erinnerung geblieben sind hier sicher der Großbrand in einem fleischverarbeitenden Betrieb sowie ein große Schäden verursachendes Unwetter im Jahre 2008, welche den Einsatz aller Einheiten der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr Mönchengladbach erforderten.
Nicht zuletzt aufgrund der Häufung extremer Wetterereignisse in den letzten Jahren wurde der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Neuwerk 2009 durch ein Mannschaftstransportwagen mit technischer Zusatzausstattung für Unwettereinsätze (siehe auch Rubrik „Fahrzeuge“) erweitert.

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der Tatsache, dass das derzeitige Gerätehaus der Einheit heutigen Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr entspricht, wurde ein Komplettumbau des Gerätehauses beschlossen, welcher im Jahre 2013 in Angriff genommen werden soll.

Diese grundlegende Veränderung wird von der gesamten Einheit Neuwerk – derzeit bestehend aus 37 aktiven Mitgliedern, 9 Mitgliedern in der Ehrenabteilung sowie 12 Kameraden in der Jugendfeuerwehr – mit Spannung erwartet.

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